Kuttampokuna
   

Anuradhapura
 
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Mehr als 1000 Jahre war Anuradhapura die Hauptstadt der Insel: von 161v. Chr. bis 1017.Was von ihr geblieben ist, lässt kaum mehr diese weltliche,wohl aber die religiöse Bedeutung erkennen.Die Hauptstadt des Reiches war zugleich die buddhistische Metropole.Zur ewigen Lobpreisung Gautama Buddhas und seiner Lehre wurden Dagobas, Tempel und Klöster aus Stein erbaut,während Holz- und Lehmbauten für Herrscher und Bewohner genügten. Anuradhapura war, anders als etwa die antiken griechischen und römischen Städte, keine konzentrierte, strukturierte Kommune, sondern eine weitläufige Anlage,in der aber durchaus Ordnung und System erkennbar sind.Handwerkern waren bestimmte Strassen zugewiesen, Jägern und Dienstleistenden wie z.B.Strassenkehrern ebenfalls.Friehöfe und Krankenhäuser wurden angelegt ,unterkünfte für Besucher anderer religionen bereitgestellt.Deutlich getrennt von diesem weltlichen Bereich entstanden im laufe der Jahrhunderte auf dem über 50km2 grossen Areal verschiedene Klosterbezirke mit jeweils einer Dagoba als Zentrum sowie Schulen,Wohnhäusern und Badeeinrichtungen.Existenzgrundlage der alten Stadt waren ihre drei grossen Tanks,die in der Rheinfolge Basawakkulam (um 430 v.Chr.), Tissa Wewa (um 230 v.Chr.) und NuwaraWewa östlich der Stadt im 1.vorschristlichen Jahrhundert angelegt wurden.Ihr Wasser bildete die Voraussetzung für den Reichtum der Stadt,den der Reisanbau im Umland begründete.In den mehrstöckigen,oft unterkellerten Häusern der Stadt lebten mehrer Tausend Einwohner.

Fast ein Jahrtausnd lag Anuradhapura nach seiner Zersstörung durch  die tamilischen Cholas vergessen und über wuchert im Dschungel.Zwar hatten die Könige des 12.Jahrhunderts von der neuen Hauptstadt Polonnaruwa aus noch einmal die kultisch bedeutsamsten Teile von anuradhapura restauriert und neue Gebäude hinzugefügt;Bedeutung aber erlangte Anuradhapura nicht mehr,und erst um 1820 wurde die Stadt von einer privaten Expedition des Britischen Beamten Ralph Backhaus >>wiederentdeckt<<.Seine Berichte wurden erst weitere 50 Jahre später von offizieller Seite zur Kenntnis genommen,und 1890 begannen unter dem britischen Archäologen H.C.P.Bell erste Ausgrabungen.Im 1900 trugen ein aufkeimender singhalesischer Nationalismus,buddhistische Religiosität und die Entscheidung der Briten,in Anuradhapura ein Verwaltungszentrum aufzubauen,dazu bei,dass die Ruinen nicht wieder in Vergessenheit gerieten.

    

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