Kandy

Maligawa Dalada Maligawa
   
Kandy Kandy Perahara
   
Kandy

Schon die Einwohnerzahl von mehr als 150000 weist darauf hin dass es sich bei der Hochlandzentrale nicht um eine weitere historische Ruinenstadt handelt mit unbedeutenden modernen Nachfolgern wie Anuradhapura und Polonnaruwa,sondern um eine höchst lebendige Metropole.Kandy hat Geschichte und ist zugleich modern,Kandy schlägt die Brücke aus dem heutigen SriLanka zur Vergangenheit singhalesische Dynastien.

Kandy ist vergleichweise jung.Als Polonnaruwa schon wieder im wuchernden Urwaldgrün verschwand,wurde Kandy unter dem Namen Senkadagala  (nach einem Einsiedler) zum erstenmal erwähnt,um dann gegen 1500 für 300 Jahre zur letzten Singhalesischen bastion zu werden,die den europäischen Mächten totzte.Die >>Distrikte auf den Bergen<< -Kanda uda Pasrata -heisst das Hochland um die Stadt,auf der sich ih Name herleitet.

Wann immer die Rede auf Kandy kommt,wird seine  Schönheit gelobt. Das betrifft zunächst die lage in Klimatisch angenehmen 500m Höhe über dem Meersspiegel.Inmitten grüner Hügel,eingefasst vom Bilderbuch-Urwaldfluss Mahaweli Ganga, dem >> Grossen Sand Fluss<<der mal träge und schlammig zwischen Palmenufern dahinfliesst und dann wieder sich eilig reissend durch Klippen und Steininseln drängt.

>>Die Schönste im ganzen Land<< , >>die reizvollste Stadt in Südasien<< , kaum ein Loblied,das nicht auf Kandy gesungen wird.Selbst Robert Knox,jener englische Seefahrer,der im 17.Jahrhundert 20 Jahre in der Stadt gefangen war,nannte sie >> die Erste unter den Städtten >>.

Bei so viel einmütigen Lob hört man nicht ungern aus berufenem Munde auch einmal Kritisches.Hermann Hesse hat an Kandy kaum ein gutes Haar gelassen.Allerdings muss man wissen,dass er während seines Besuches in seinen Eingeweiden brodelte und er- >>seit einigen Tagen lebe ich von Rotwein und Opium << -offensichtlich in Kandy keine leichte Zeit erlebte. >>Das   berühmte   Kandy << ,schreibte er, >> liegt in einem bedrückend engen Tal an einem unglücklichen künstlichen See und hat ausser seinen alten Tempel und seinem freilich wunderbar schönen Baumwuchs keine  Verdienste,wohl aber alle Laster und Mängel eines von allzu reichen Engländern systematisch verdrbnen Fremdenstädtchens.<<

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